2022 CA66 Chardonnay | Weingut Hannes Sabathi
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Der CA66 Chardonnay vom Weingut Hannes Sabathi verbindet die reiche, cremige Art klassischer kalifornischer Chardonnays mit der Frische des österreichischen Südens. Tropische Früchte, saftige Birne und feine Zitrusnoten treffen auf Vanille, dezentes Eichenholz und eine mineralische Spannung. Kraftvoll genug für gehaltvolle Speisen, aber weit entfernt von einem überladenen Holzfasswein.
| 2022 | |
Rebsorte | Chardonnay |
| Österreich | |
| Südsteiermark | |
| Weißwein | |
| trocken | |
| Nachhaltiger Weinanbau | |
| Holzfass, Edelstahltank | |
| 0,75 Liter | |
| 2028 | |
| 10-12 °C | |
| 13,5% vol. | |
| 5,3 g/l | |
| 6,0 g/l | |
| enthält Sulfite | |
| Weingut Hannes Sabathi |
Vorrätig
Der CA66 Chardonnay stammt aus dem Süden Österreichs, einer Weinregion mit vielen Sonnenstunden und guten Voraussetzungen für ausdrucksstarke Burgundersorten. Die nach Süden bis Südwesten ausgerichteten Rebflächen erhalten reichlich Sonne, während die natürliche Frische der Trauben erhalten bleibt. Sein Name ist zugleich eine bewusste Hommage an die legendären kalifornischen Burgunder der 1970er-Jahre. Damals standen reife Frucht, buttrige Textur und feine Holznoten im Mittelpunkt, ohne dass die Weine ihre Frische verloren. Der CA66 Chardonnay greift diese Stilistik auf, übersetzt sie jedoch in seine österreichische Herkunft. Er verbindet Fülle mit Vitalität und zeigt, dass Cremigkeit und Mineralität keine Gegensätze sein müssen.
Reifung und Herstellung
Die Gärung und Reifung erfolgen sowohl im Edelstahltank als auch im gebrauchten Holzfass. Dort bleibt der Chardonnay mindestens sechs Monate, bevor er auf die Flasche kommt. Das gebrauchte Holz gibt dem Wein Struktur und feine würzige Nuancen, ohne die Frucht mit starken Röstaromen zu überdecken. Die Reifung auf der Feinhefe verstärkt die cremige Textur und verleiht dem Chardonnay zusätzliche Tiefe. Der Stahltank bewahrt gleichzeitig die frischen Zitrus- und Fruchtaromen. Gerade das Zusammenspiel beider Ausbauarten erklärt, warum der Wein reichhaltig wirkt und dennoch einen klaren, lebendigen Kern besitzt.
Die Rebsorte Chardonnay
Chardonnay reagiert besonders sensibel auf Klima, Boden und Ausbau. In warmen Lagen zeigt die Rebsorte häufig tropische Früchte, reife Birne und eine großzügige Textur. Kühler wirkende Einflüsse bringen dagegen Zitrusfrische und mineralische Spannung. Beim CA66 treffen beide Seiten zusammen. Reife Frucht und feine Vanillenoten sorgen für Fülle, während Zitrus, Mineralität und florale Anklänge den Wein auflockern. Der teilweise Ausbau im Holzfass passt gut zur Rebsorte. Chardonnay besitzt genügend Substanz, um Holz aufzunehmen, ohne dabei seinen eigenen Charakter zu verlieren.
Klima und Terroir des CA66 Chardonnay
Die Weinberge sind nach Süden bis Südwesten ausgerichtet. Dadurch erhalten die Trauben eine intensive und gleichmäßige Sonneneinstrahlung, die eine gute aromatische Reife fördert. Die Reben wachsen auf schwerem Lehmboden. Solche Böden können Wasser gut speichern und unterstützen die Entwicklung körperreicher, strukturierter Weine. Im Glas zeigt sich diese Herkunft nicht durch vordergründige Schwere, sondern durch die Verbindung von cremiger Fülle und mineralischem Zug. Die Frucht wirkt reif, bleibt aber durch die frischen Komponenten gut ausbalanciert.
Aromatik und Geschmacksprofil
Im Glas zeigt sich der Chardonnay in einem saftigen Goldgelb mit frischen Reflexen. In der Nase öffnen sich tropische Früchte und reife Birne, begleitet von feinen Zitrusnoten. Mit etwas Luft kommen Vanille, zartes Eichenholz und florale Nuancen hinzu. Die Holzreife bleibt dabei im Hintergrund und rahmt die Frucht ein, statt sie zu überdecken. Am Gaumen besitzt der CA66 Chardonnay eine cremige, beinahe buttrige Textur. Mineralische Spannung und frische Zitrusakzente halten die Fülle in Balance. Der Wein wirkt strukturiert und tief, ohne schwerfällig zu werden.
Die Idee hinter dem Namen CA66
Der Name CA66 spielt bewusst mit der Ästhetik und dem Lebensgefühl Kaliforniens. Die Zahl erinnert an die berühmte Route 66, während das Kürzel „CA“ unmittelbar auf California verweist. Inhaltlich bezieht sich die Bezeichnung auf kalifornische Chardonnays der 1970er-Jahre. Diese Weine verbanden reife Frucht und buttrigen Schmelz mit einer Frische, die bei vielen späteren, deutlich schwereren Interpretationen verloren ging. Der CA66 möchte diesen ursprünglichen Stil nicht kopieren. Er überträgt die Idee vielmehr auf einen südösterreichischen Chardonnay mit eigenem Boden, eigenem Klima und deutlich europäischer Mineralität.
Das Etikett des CA66 Chardonnay
Das Etikett führt die Kalifornien-Idee konsequent weiter. Kakteen, Palme, Adler, Bär und weitere Tiermotive erinnern an amerikanische Landschaften und historische Naturillustrationen. Die große goldene Bezeichnung CA66 steht im Zentrum und verbindet kalifornische Symbolik mit einem klaren, modernen Auftritt. Die einzelnen Motive wirken fast wie Fundstücke einer Reise durch den amerikanischen Westen. Gerade diese Gestaltung passt zur Idee des Weins: keine beliebige Kopie eines kalifornischen Chardonnays, sondern eine österreichische Interpretation mit einem spielerischen Blick über den Atlantik.
Foodpairing
Zu gebratenem Zander oder Steinbutt mit cremiger Weißweinsauce zeigt der CA66 seine ganze Stärke. Seine Fülle hält der Sauce stand, während Zitrus und Mineralität den Fisch frisch und präzise begleiten. Auch zu gebratener Hähnchenbrust mit Pilzrahm oder zu Kalbsmedaillons mit heller Kräutersauce passt der Chardonnay sehr gut. Die cremige Textur greift die Sauce auf, während die feinen Holznoten mit den Röstaromen des Fleisches zusammenspielen. Ein Risotto mit Steinpilzen oder gebratenen Kräuterseitlingen funktioniert ebenfalls, da die erdigen Aromen genügend Tiefe für den Wein mitbringen. Zu gereiftem Comté oder würzigem Bergkäse verbinden sich Vanille, Holz und Frucht zu einem langen, kräftigen Abschluss.
Vinomeet Empfehlung
Wer die Verbindung aus Chardonnay, cremiger Struktur und Holzreife schätzt, findet im Chardonnay „Letten“ Réserve | Bernhard KochChardonnay „Letten“ Réserve eine passende Alternative aus dem Vinomeet-Sortiment. Er setzt ebenfalls auf einen anspruchsvolleren, strukturierten Chardonnay-Stil. Deutlich experimenteller zeigt sich der Bourbon Barrel Chardonnay | Vignobles Vellas. Während der CA66 seine Holznoten fein und zurückhaltend integriert, stellt der Bourbon Barrel Chardonnay die besondere Fassreifung stärker in den Mittelpunkt. Auch der Chardonnay Kapellenberg trocken vom Weingut August Ziegler bietet sich für einen Vergleich an. Alle drei Weine zeigen, wie unterschiedlich Chardonnay durch Herkunft und Ausbau geprägt werden kann.
Der CA66 Chardonnay vom Weingut Hannes Sabathi ist eine überzeugende Hommage an die großen kalifornischen Burgunder der 1970er-Jahre, ohne seine südösterreichische Herkunft zu verstecken. Tropische Frucht, Birne, Vanille und feines Holz geben ihm Fülle, während Zitrus und Mineralität für Frische sorgen. Ein Chardonnay für alle, die cremigen Schmelz mögen, aber auf Präzision und lebendige Struktur nicht verzichten möchten.
| 2022 | |
Rebsorte | Chardonnay |
| Österreich | |
| Südsteiermark | |
| Weißwein | |
| trocken | |
| Nachhaltiger Weinanbau | |
| Holzfass, Edelstahltank | |
| 0,75 Liter | |
| 2028 | |
| 10-12 °C | |
| 13,5% vol. | |
| 5,3 g/l | |
| 6,0 g/l | |
| enthält Sulfite | |
| Weingut Hannes Sabathi |

